Was ist „Bin Picking“ und warum ist das so kompliziert?

Wenn ein Roboter eigenständig, willkürlich verteilte Objekte aus einem Behälter oder von eine Palette entnimmt, wird dies als Bin Picking bezeichnet. Mit Hilfe dieser Technik können Roboter Objekte greifen, ohne dass sie dafür stundenlang programmiert werden müssen. Es verspricht eine enorme Zeitersparnis, stellt aber immer noch eine enorme Herausforderung dar.

Was ist Bin Picking genau?

In die Deutsche Sprache übertragen bedeutet „Bin Picking“ der Griff in die Kiste. Für Menschen ist es eine alltägliche Handlung. Ohne darüber nachzudenken können wir Objekte bewegen, sortieren und stapeln. Aus einer Kiste mit Äpfeln können wir die eine Birne herausnehmen und das Aufräumen eines Büros ist eine einfache Aufgabe. Wir greifen alles mit der richtigen Kraft, ganz nach Gefühl.

Ganz anders ist das für einen Roboter. Die oben genannten Aufgaben sind für eine Maschine ausgesprochen kompliziert. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns intensiv mit der Lösung dieses Problems.

Die Herausforderung liegt darin, dass der Roboter unsortierte Objekte greifen kann. Mit Hilfe von Kameras und Sensoren scannt der Roboter den Abholbereich und beginnt danach sofort, die Produkte Stück für Stück zum gewünschten Zielort zu transportieren.

Warum ist das so kompliziert?

Roboter sind mit Sensoren ausgerüstet. Jeder dieser Sensoren gibt die gesammelten Informationen weiter. Jedoch ist oft das, was der Roboter ertastet und sieht sehr begrenzt.

Traditionell werden Roboter für wiederholende Tätigkeiten eingesetzt. Der Programmieraufwand, der oft sehr zeitraubend ist, wird dabei auf eine große Anzahl von Produkten verteilt. Diese Roboter sind nicht schlau. Sie tun einfach stupide nur das, wofür sie von den Programmierern eingestellt wurden.

Beim Bin Picking liegt das anders. Die Aufgaben sind nicht oder kaum immer die gleichen. Die Werkstücke liegen unsortiert auf einer Palette oder in einer Kiste. Ein Roboter braucht sehr gute Sensoren, um verschiedene Werkstücke unterscheiden zu können.

Der Roboter muss sich auch auf die Produkte zubewegen können ohne andere Objekte in seinem Arbeitsbereich zu beschädigen. Und dies verlangt nach einer Revolution in der Robotersteuerung.

Was ist der Vorteil?

Kombinieren Sie die unerschöpfliche Arbeitskraft eines Roboters mit den Sinnen eines Menschen. Das ist das Potential des Bin Pickings. Egal, ob kleine oder große Teile, Einzelstücke oder tausende Teile – der Roboter kann das erledigen.

Die Vorteile dieser Technologie sind groß, dass wir bereits in der Praxis Testreihen durchführen. Lesen Sie dazu unseren Artikel „Fallstudie Entgratmaschine“. Schon bald veröffentlichen wir eine weitere Fallstudie über das Bin Picking von Stahl.

Bin Picking Software

Teqram arbeitet intensiv an praktischen Lösungsansätzen. Das aktuelle Projekt beschäftigt sich mit der automatischen Be- und Entladung unserer Schleifmaschine. Dafür haben wir bereits eine Anzahl von Kerntechnologien entwickelt.